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Depeche Mode - Openair Tour 2009
Die absoluten Megastars des Elektropop haben der Musikwelt immer wieder Rätsel aufgegeben. Sie gelten als Pop-Sphinx mit variationsreichem Synthie-Sound und prägender visueller Ästhetik. In zweieinhalb Jahrzehnten erlebte die Band sämtliche Extreme. Schier unglaublich ist die Zuneigung, die Depeche Mode von ihrer treuen Fangemeinde entgegengebracht wird. Sie haben
der Gruppe den Status des Unangreifbaren eingetragen. Die Sympathie hat nichts mit Nostalgie, Trends oder Zeitgeist zu tun. Sie ist vielmehr Ausdruck einer bleibenden Bedeutung, die sich in musikalischen Messen für die Massen artikuliert.
Angefangen hat alles 1979. In Basildon, einer mittelgroße Industriestadt knapp 50 km östlich von London. Vince Clarke, Anrew Fletcher und Martin Lee Gore drücken zu jener Zeit die Schulbank der örtlichen Comprehensive School. Ihre Freizeit
widmeten sie unterschiedlichen Bandprojekten, gründeten jedoch mit "Composition Of Sound" eine gemeinsame Band. 1980 stieg Dave Gahan ein und übernahm den Gesangspart. werden sollte. Der neue Name - "Depeche Mode" - stammt von der französischen Modezeitschrift "Dépêche Mode" übersetzt bedeutet es schnelle Mode. Mute-Labelboss Miller sah die Band im gleichen Jahr im Vorprogramm von Fad Gadget in London und nahm sie umgehend unter Vertrag. "Speak
& Spell", das 1981er Debut des Quartetts lieferte den ersten Hit ("Just can't get enough"). Im gleichen Jahr jedoch verließ Songschreiber Vince Clark die Band, um zunächst mit "Yazoo", später mit "Erasure" große Erfolg zu feiern. Für Clarke kommt 1982 Alan Wilder ans Keyboard und Martin Gore übernimmt das Schreiben der Songs. Entgegen aller Befürchtungen tut er das verdammt erfolgreich. Während "A Broken Frame" (1982) sich kaum
vom Vorgängeralbum unterscheidet, trägt das 1983er "Construction Time" bereits die deutlich dunklere und anspruchsvollere Handschrift Gores. Das Album beinhaltet unter anderem "Blasphemous Rumours", "Master and Servant" sowie "People Are People" Es markiert DMs künstlerischen und kommerziellen Durchbruch auf beiden Seiten des Atlantik.
1986 erscheint das athmosphärische "Black Celebration"-Album, 1987 "Music for the
Masses". Die anschließende komplett ausverkaufte Welt-Tour hatte 1989 ihren Höhepunkt. Festgehalten auf dem Doppel-Live Album "101" und in einem Film von Regisseur Pennebaker. Die Tour führte DM 1988 auch erstmals nach Ost-Berlin, wo man die vereinbarten 5000 Westmark Gage einnimmt und somit etwa 100.000 Mark Verlust macht. 1990 erscheint "Violator" und überzeugt auch die letzten DM-Hasser. Das 1993er Album "Songs of Faith & Devotion" stieg
auf Platz ein in den Charts ein. Die anschließende 14monatige Welt-Tour endet 1994 nach 174 Konzerten. Daves Drogenekapaden werden immer regelmäßiger und führen zu einem Selbsmordversuch. Wilder war 1995 bereits ausgestiegen und um sich mit seinem Soloprojekt "Recoil" zu beschäftigen. Nach 4 Jahren Pause, in denen sich Dave primär in einer Klinik aufhielt um seine Heroinsucht zu bekämfen, erscheint 1997 das Album "Ultra". Bei der Veröffentlichung des zehnten
Albums ("Exciter") sind die für Herbst 2001 angekündigten Konzerte bereits ausverkauft. Nach einigen DVD-Veröffentlichungen versuchen sich Martin Gore und Dave Gahan 2003 mit neuen Soloalben. Organisationstalent Andy Fletcher nutzt die Bandpause, um sein Label "Toast Hawaii" zu gründen und die "Client" unter Vertrag zu nehmen.

Mit mehr als 50 Millionen Alben und über 10 Millionen Konzertbesuchern haben Depeche Mode bereits jede rockhistorische Dimension gesprengt. Ihre Auftritte haben sich in den 25 Jahren ihrer erstaunlichen Karriere zu Festen kollektiver Euphorie und uneingeschränkter Zuneigung entwickelt. Fast fünf Jahre nach ihrem letzten Live-Zyklus gehen Depeche Mode parallel zur Veröffentlichung eines neuen
Studioalbums wieder auf Tournee. Die Exciter-Tour (2001) machte in 85 ausverkauften Hallen Station und begeisterte knapp 2 Millionen Menschen. Bevor die Band nach Europa kommt geht es im Herbst 2005 auf eine 6-wöchige US-Tour. 2009 ist es wieder soweit, Martin Gore, David Gahan und Andrew Fletcher starten ihre europäische Live-Serie: unzählige Open Air Shows 2009 - der bisher umfangreichste Tourplan der Kultband.
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